Welcher Wein?
Weine, die man im Keller haben sollte, wenn man anfängt
Mit welchem Wein beginnt man die Reise in die Welt der Weine? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, da die Auswahl an Weine enorm ist – und man irgendwo starten muss. Ein Weg hier ist, dass man sich überlegt, wann man den Wein geniessen will.
Bei der Planung einer Dinnerparty oder einer Einladung zu Hause denkt man an so vieles: Wer sitzt neben wem? Welches Geschirr kommt zum Einsatz? Welche kulinarischen Köstlichkeiten bereiten wir zu? Und natürlich: Welche Weine werden serviert?
Zum Einstieg
Das Wichtigste zuerst: Den perfekten Wein, oder besser gesagt, die perfekten Weine, gibt es nicht.
Es gibt unzählige, und es ist wichtig, dieses Thema entspannt und neugierig anzugehen – sonst wird es schnell zur Qual. Weltweit werden Zehntausende Weine produziert, die unterschiedliche Stile repräsentieren, bedingt durch verschiedene Rebsorten, Weinbereitungsmethoden und Anbaugebiete. Dennoch ist es gar nicht so schwer, die richtigen Weine zu finden, denn Informationen darüber sind überall leicht zugänglich – vom Internet und Fachpublikationen bis hin zu Büchern und speziellen Weinveranstaltungen.

© Cyril Perregaux
Ich persönlich schätze den direkten Kontakt mit einem Experten im Weinfachgeschäft oder direkt im Weingut. Erzählen Sie was Sie gerne kochen und wie hoch ist Ihr Budget ist. Wein wird generell in folgende Kategorien eingeteilt: Rotwein, Weisswein, Rosé, Schaumwein und aufgespritteter Wein. Seit Kurzem gibt es eine neue Kategorie: Orange Wines (Teil der Naturweinbewegung).
Der Aperitif
Beginnen wir mit dem Aperitif. Schon das Wort „Aperitif“ lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ein Aperitif ist ein willkommener Genuss. Er soll den Gaumen anregen und gleichzeitig den Übergang vom oft stressigen Alltag zum genussvollen Essen erleichtern.

© Cyril Perregaux
Ein Aperitifwein sollte nicht zu schwer sein. Frische, Leichtigkeit, Anregung und Dynamik sind erwünscht – zum Beispiel ein Schaumwein, Fendant oder Sauvignon Blanc. Wichtig, dass sie schön kalt serviert werden.
Rotweine als Aperitif? Warum nicht? Wichtig ist nur, dass sie eher leicht sind und vielleicht leicht gekühlt serviert werden. Ein Gamay oder ein leichter Pinot Noir sind perfekt.
Das Essen
Im Laufe des Abends, wenn die nächsten Gänge serviert werden, achte ich stets auf Folgendes: Leichter Wein vor schwerem Wein, Weißwein vor Rotwein, trockener Wein vor süssem Wein, einfacher Wein vor komplexem Wein und alter Wein vor jungem Wein.

© Florian Bouvet Fournier
Eine interessente Sorte von Rotweinen sind auch die Cuvées – sogenannte Blends aus verschiedenen Sorten. In der Regel haben sie eine sehr zugängliche, schmelzige Art, die sich durch den Gaumen schmust und Lust auf einen zweiten Schluck macht. Die meisten Winzer vinifizieren solche Cuvées – man braucht nur danach zu fragen.
Wie bereits erwähnt, sind die Möglichkeiten vielfältig – und Wein hat die Eigenschaft, in Kombination mit Speisen grosse Freude zu bereiten. Guter Wein, köstliches Essen und Freunde schaffen unvergessliche Momente. Zum Wohl!
Wein direkt vom Weingut
Waren sie schon mal auf einem Weingut? Wenn nicht ist es höchste Zeit. Für mich gehören Weingutsbesuche klar zum Alltag, aber es sind auch meine liebsten Ausflüge. Denn einerseits lerne ich jeweils weinverwandte Personen kennen und zweitens kann ich sie alles fragen, was ich über den Wein wissen will. Die meisten Weingüter der Schweiz verkaufen ihren Wein auch ab Hof.
Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Weinproduzenten gerne über ihre Weine sprechen – sie freuen sich auf Fragen und Anregungen. Fragen müssen übrigens nicht immer den Wein betreffen, sie können beispielsweise auch das Essen betreffen, das gut zur Abfüllung passt. Aber am besten finden sie das selber heraus.

© Cyril Perregaux
Noch ein Tipp: ich kaufe jeweils 6 Flaschen pro Sorte ein – zumal ich lieber verschiede Weine, als von einem viel habe. Man kann sich aber auch Probierkartons mit je zwei bis drei Flaschen pro Sorte zusammenstellen lassen.
Da zu einem guten Glas Wein auch etwas zu essen gehört, sollte man die Weineinkaufstour auch mit dem Stopp in einem regionaltypischen Restaurant verbinden. Einerseits kann man dort traditionelle Rezepte entdecken und andererseits den heimischen Wein geniessen.
Entdecken Sie, was Ihnen gefällt, an den Offenen Weinkellern der Walliser Weine vom 14. bis 16 !

© Cyril Perregaux